Kommunikationsmöglichkeiten von Grundschulkindern

Wahrscheinlich haben viele keinen Zugang zu internetbasierten Kommunikationsmöglichkeiten wie Messengern.

Da der Aktionsradius von Kindern in der Öffentlichkeit immer weiter zurückgeht und nur noch in seltenen Ausnahmefällen telefoniert wird, bleibt ihnen zur „Fernkommunikation“ nur der Umweg über die Eltern. Diese wiederum tauschen sich dann per mit den Eltern anderer Kinder aus.

Ich frage mich, ob sich der fehlende Zugang zu Kommunikationsmitteln negativ auf die auswirkt.

Man könnte nun einwenden, dass die Kinder wie in der „guten alten Zeit“ zum Telefonhörer greifen könnten. Das erscheint mir aus zwei Gründen unrealistisch:

1. Die Erwachsenen telefonieren nicht mehr – die Kinder haben also keine Vorbilder.

2. Geschriebene, asynchrone scheint vielen Erwachsenen angenehmer zu sein als ein Telefonat. Für Kinder gilt dies womöglich ebenfalls.

Google-/Apple-Zwang bei TK-Doc

Die Krankenkasse bietet eine Online-Sprechstunde an. Der volle Funktionsumfang dieser Sprechstunde ist allerdings nur verfügbar, wenn die „TK-Doc” installiert ist. Ohne App kann man z. B. keine Krankschreibung über die Online-Sprechstunde erhalten. Diese App wird exklusiv über den Play Store und den App Store vertrieben. Die Verwendung der App auf einem Gerät ohne Google-Account (Lenovo-Tablet mit original -Betriebssystem) war nicht möglich. Die App verweigert mit Verweis auf den Play Store jegliche Funktion.

Dass eine Online-Sprechstunde nicht auch im Browser angeboten wird, ist für mich schwer nicht nachvollziehbar. Insbesondere, da es zertifizierte Videokonferenzsysteme für Psychotherapien gibt, die rein browserbasiert sind. Das heißt, Psychotherapeutinnen können online Therapiestunden abhalten, ohne ihren Patientinnen die Installation einer bestimmten Software oder eines bestimmten Betriebssystems (samt Google-Account) vorzuschreiben.

Insbesondere in dringlichen Situationen ist es sehr wichtig, möglichst ohne Hürden auf einen solchen Dienst zugreifen zu können.