Google-/Apple-Zwang bei TK-Doc

Die Krankenkasse bietet eine Online-Sprechstunde an. Der volle Funktionsumfang dieser Sprechstunde ist allerdings nur verfügbar, wenn die „TK-Doc” installiert ist. Ohne App kann man z. B. keine Krankschreibung über die Online-Sprechstunde erhalten. Diese App wird exklusiv über den Play Store und den App Store vertrieben. Die Verwendung der App auf einem Gerät ohne Google-Account (Lenovo-Tablet mit original -Betriebssystem) war nicht möglich. Die App verweigert mit Verweis auf den Play Store jegliche Funktion.

Dass eine Online-Sprechstunde nicht auch im Browser angeboten wird, ist für mich schwer nicht nachvollziehbar. Insbesondere, da es zertifizierte Videokonferenzsysteme für Psychotherapien gibt, die rein browserbasiert sind. Das heißt, Psychotherapeutinnen können online Therapiestunden abhalten, ohne ihren Patientinnen die Installation einer bestimmten Software oder eines bestimmten Betriebssystems (samt Google-Account) vorzuschreiben.

Insbesondere in dringlichen Situationen ist es sehr wichtig, möglichst ohne Hürden auf einen solchen Dienst zugreifen zu können.

Keine Zweitkarte der Krankenkasse für Kinder

Es gibt keine Möglichkeit für ein Kind zwei Krankenkassenkarten zu bekommen. Es wäre sehr praktisch, wenn alle Elternteile eine eigene Karte für ihre Kinder bekämen, weil dann ein unnötiger Organisationsschritt vor dem entfallen könnte.

Ob man die vor Einführung der Karten in diesem Punkt wirklich getestet hat? Warum wurde dieser Mangel nicht schon vor Jahren behoben?