Tablets im Schulunterricht

Einige Länder wie Dänemark und Schweden rudern beim digitalen zurück und setzen wieder verstärkt auf analogen Unterricht.

Zumindest in Deutschland werden im Unterricht scheinbar häufig iPads eingesetzt. Ich frage mich, ob ein überhaupt ein ist, mit dem Schulkinder vernünftig arbeiten können.

Wenn ich mich im beruflichen Umfeld umsehe, wird meist an richtigen Computern bzw. Notebooks gearbeitet, an die Tastatur, Maus und ein großer Bildschirm angeschlossen sind. Abgesehen von Berufen, die mobil durchgeführt werden und bei denen der Computereinsatz eher eine Nebentätigkeit darstellt, verwenden wahrscheinlich die wenigsten Personen beruflich ein reines Tablet. Bürojobs, in denen Tablets eingesetzt werden, sind mir persönlich unbekannt. Einzig im künstlerischen Bereich kommen wohl häufig Tablets zum Einsatz.

Privat verwenden viele Menschen für das Lesen von Büchern speziell abgestimmte E-Paper-Displays, die optisch fast wie Papier wirken und weder spiegeln noch flimmern.

iPads hingegen haben sehr kleine Displays, die auch noch stark spiegeln. Häufig fehlen Tastatur und Maus.

Wer z. B. auf einem iPad gleichzeitig ein Buch lesen und ein Arbeitsblatt bearbeiten möchte, muss entweder häufig zwischen mehreren Apps hin- und herwechseln oder den ohnehin schon sehr kleinen Bildschirm noch einmal unterteilen. Zusätzlich muss die schlechte Lesbarkeit durch das Spiegeldisplay ertragen werden. Ohne richtige Tastatur wird auch das Schreiben schwierig.

Ich frage mich, ob es nicht sehr wichtig wäre, sich bei der Ausstattung eines digitalen Lernplatzes zumindest in den höheren Klassen an der Ausstattung eines Büros zu orientieren, damit man aus dem Computereinsatz wirklich einen Mehrwert ziehen kann. Für das Lesen sollten den Kindern ggf. spezialisierte E-Book-Reader zur Verfügung gestellt werden. Tablets mit relativ kleinem Display, ohne Tastatur und Maus sollten nur dann verwendet werden, wenn diese Sonderform des Computers eine sinnvolle Bereicherung darstellt.

Den Kindern einfach die relativ günstigen iPads in die Hand zu geben und dann zu meinen, der Unterricht sei damit digitalisiert, erscheint mir nicht als vernünftige Lösung.

Ich persönlich arbeite nie an einem Tablet und nutze mein Notebook nur, wenn ich unterwegs bin. Im Büro habe ich einen ergonomischen Arbeitsplatz, mit großem Monitor, separater Tastatur und Maus. Digitale Bücher lese ich auf einem E-Book-Reader mit entsprechendem Display.

Auch inhaltlich sollte man m. E. prüfen, wie der iPad-Unterricht sinnvoll zu einem digitalen Unterricht weiterentwickelt werden kann. Eine digitale Welt erfordert auch neue Kenntnisse. So sind reine Fakten heute deutlich leichter und umfangreicher zu erlangen als früher, weil über das Internet auf einen riesigen Wissensbestand zugegriffen werden kann. Andererseits ist es heute sehr wichtig, Quellen zu bewerten, Fakten von Unsinn zu trennen und Faktenwissen in Beziehung zu setzen. Das digitale Arbeiten ermöglicht auch neue Formen der Zusammenarbeit, was jedoch neue Anforderungen an die Organisation solcher Arbeiten stellt, die erlernt und beherrscht werden müssen.

Keine Retoure bei Deichmann möglich

Laut Hotline hat einen neuen eingeführt. Deshalb ist es derzeit nicht möglich, online Retourenscheine zu erstellen. Als KundIn erfährt man davon leider nichts. Statt eines Hinweises erscheint die entsprechende Funktion im Onlineshop wie gewohnt. Wenn man dann nach Eingabe aller Daten den Vorgang abschließen möchte, erhält man statt eines Retourenscheins nur eine endlose Ladeanzeige (keine Fehlermeldung, einfach nur ein drehendes Rad).

Ich finde dieses Vorgehen äußerst rücksichtslos, insbesondere, da der Fehler bei Deichmann bekannt ist und das Einblenden einer Hinweismeldung beim Öffnen einer Bestellung praktisch nichts kosten würde.
Ich hatte den Fehler zunächst bei mir selbst gesucht und den Rücksendeschein mehrfach mit verschiedenen Browsern angefordert.

Peak Digitalisierung in Deutschland: Rechnungsdownload

Wenn man versucht, von der Deutschen oder von zu bekommen, klickt man sich einen Wolf. Zum Beispiel bei der Bahn muss man jede Fahrt einzeln anklicken und dann die herunterladen. Es gibt scheinbar keine Möglichkeit, die Rechnungen automatisch per E-Mail zu erhalten.

Offenbar ist der Vorgang für viele so lästig, dass sich daraus ein Geschäftsmodell entwickelt hat. Es scheint einen Dienst zu geben, der Rechnungen automatisch herunterlädt: https://www.getmyinvoices.com/de/online-portale/deutsche-bahn-rechnungen-herunterladen-8253

Die Preise dieses Dienstes sind wirklich erstaunlich: 19 Euro pro Monat für 20 Rechnungen und 179 Euro pro Monat für 500 Rechnungen.

Wir haben es also tatsächlich geschafft, dass viel genutzte Internetseiten wie bahn.de und amazon.de so schlecht nutzbar sind, dass Menschen (oder wahrscheinlich eher Unternehmen) bereit sind, fast einen Euro pro Rechnung zu bezahlen, um diese Internetseiten nicht nutzen zu müssen.

Es sollte verboten werden, dass Unternehmen Rechnungen irgendwo auf Internetseiten verstecken. Es sollte immer die optionale Möglichkeit geben, Rechnungen automatisch (z.B. per E-Mail) zu erhalten.

Wenn das so bleibt, wünsche ich mir wirklich das Fax zurück 🙁

PS: Ich würde auf keinen Fall einen Dienst wie getmyinvoices.com nutzen, wenn man dafür die Zugangsdaten der Internetseiten, von denen man die Rechnungen erhalten möchte, weitergeben muss.

Keine Zweitkarte der Krankenkasse für Kinder

Es gibt keine Möglichkeit für ein Kind zwei Krankenkassenkarten zu bekommen. Es wäre sehr praktisch, wenn alle Elternteile eine eigene Karte für ihre Kinder bekämen, weil dann ein unnötiger Organisationsschritt vor dem entfallen könnte.

Ob man die vor Einführung der Karten in diesem Punkt wirklich getestet hat? Warum wurde dieser Mangel nicht schon vor Jahren behoben?

Digitalisierung = App-Zwang bei der Bahn

Neuerdings gibt es die -Probe nur noch „digital“. Digital bedeutet in diesem Zusammenhang scheinbar App-Zwang. Man bekommt den entsprechenden QR-Code weder per E-Mail noch kann man ihn auf bahn.de abrufen (obwohl es dort eine Funktion zum Verwalten der Bahncards gibt). Weil man Fahrkarten weiterhin auch per Download und E-Mail bekommen kann, ist mir unklar, warum die nicht auch auf diesem Wegen abrufbar ist. Insb. wenn man auf Reisen sein Smartphone verliert oder kein kompatibles Smartphone hat, wäre ein weiterer Kanal zum Abrufen doch sehr hilfreich.

Kopie von rechtsverbindlichen Formularen im Browser oder Betriebssystem

M. E. sollte eine Funktion in den oder das integriert werden, die es ermöglicht, beim Absenden eines rechtsverbindlichen Formulars eine lokale Kopie der Daten des Formulars zu erhalten. Dies hätte mehrere Vorteile:

  1. Man könnte später nachvollziehen, was genau man abgeschickt hat, ohne darauf hoffen zu müssen, dass der Anbieter des Formulars eine entsprechende Funktion vollständig umgesetzt hat (was ist nicht immer der Fall ist.). Insb. im Streitfall kann eine solche Nachvollziehbarkeit, die unabhängig von der Gegenpartei funktioniert, wichtig sein.
  2. Einheitliches Datenformat: In der Regel unterscheiden sich die Formate, in denen unterschiedliche Dienstanbieter Formulardaten zur Verfügung stellen. Wenn die Funktion auf dem eigenen System implementiert ist, könnte ein einheitliches Format verwendet werden. Einheitlichkeit erleichtert die Weiterverarbeitung.
  3. Gegebenenfalls könnte eine solche Funktion so implementiert werden, dass die Daten für einen erneuten Versand wiederverwendet werden können (z.B. Wiederverwendung des Elterngeldantrages für das zweite Kind). Natürlich sollten die Daten vor der Wiederverwendung angepasst werden können.
  4. Vorausgefüllte Formulardaten können ggf. als Vorlage für andere Personen zur Verfügung gestellt werden.