Freie Open Source Scan-App für Android

Fairscan ist als freie Open-Source-Software z. B. über F-Droid erhältlich.

Im Vergleich zu einer normalen Kamera-App bietet die App u. a. folgende Vorteile: Die App ist darauf ausgelegt, Papier zu scannen. Das Foto wird automatisch so zugeschnitten, dass der Hintergrund nicht mehr zu sehen ist. Außerdem wird die Perspektive korrigiert, wenn das Foto schräg aufgenommen wurde. Es ist möglich, automatisch eine PDF-Datei zu erzeugen und mehrere Fotos zu einer PDF-Datei zusammenzufassen.

Mein Smartphone für ViertklässlerInnen

Grob gesagt habe ich Folgendes gemacht:

  • Auf einem Android-Smartphone das originale Betriebssystem durch eine Android-Variante ohne Google-Apps und -Dienste ersetzt. Wichtig: Das Betriebssystem sollte aus einer seriösen Quelle stammen und Sicherheitsupdates liefern.
  • Folgende Apps installiert: F-Droid (für freie Open-Source-Apps), Kiwix (für Offline-Lexika), Thunderbird (E-Mail), Conversations (Familienchat über Jabber/XMPP), Signal und Fennec (eine freie Firefox-Variante aus F-Droid). Leider sind nicht alle genannten Apps über F-Droid verfügbar.
  • In Fennec uBlock Origin installiert, um Tracking und ähnliche Dinge zu blockieren.
  • Eine Prepaid-Karte ohne mobilen Internetzugang verwendet, sodass Internet nur daheim über WLAN möglich ist.
  • Auf der Fritz!Box zuhause den Kinderschutzfilter für das Smartphone aktiviert.

Android: Wasserwaagen-App Bubble

Über F-Droid kann die Open-Source-App „Bubble“ als Wasserwaagen-Ersatz bezogen werden. Ich habe sie schon öfter verwendet, wenn ich keine echte Wasserwaage zur Hand hatte. Wie genau die App arbeitet, dürfte von der Qualität der Sensoren des verwendeten Smartphones abhängen. Ob es bei diesen Sensoren nennenswerte Unterschiede gibt, weiß ich allerdings nicht. Für meine Zwecke war sie genau genug (Smartphone Pixel 7a).

Google-/Apple-Zwang bei TK-Doc

Die Krankenkasse bietet eine Online-Sprechstunde an. Der volle Funktionsumfang dieser Sprechstunde ist allerdings nur verfügbar, wenn die „TK-Doc” installiert ist. Ohne App kann man z. B. keine Krankschreibung über die Online-Sprechstunde erhalten. Diese App wird exklusiv über den Play Store und den App Store vertrieben. Die Verwendung der App auf einem Gerät ohne Google-Account (Lenovo-Tablet mit original -Betriebssystem) war nicht möglich. Die App verweigert mit Verweis auf den Play Store jegliche Funktion.

Dass eine Online-Sprechstunde nicht auch im Browser angeboten wird, ist für mich schwer nicht nachvollziehbar. Insbesondere, da es zertifizierte Videokonferenzsysteme für Psychotherapien gibt, die rein browserbasiert sind. Das heißt, Psychotherapeutinnen können online Therapiestunden abhalten, ohne ihren Patientinnen die Installation einer bestimmten Software oder eines bestimmten Betriebssystems (samt Google-Account) vorzuschreiben.

Insbesondere in dringlichen Situationen ist es sehr wichtig, möglichst ohne Hürden auf einen solchen Dienst zugreifen zu können.

„Smarte“ Körperfettwaage ohne Cloud mit freier App nutzen

Ich musste mir eine neue Waage kaufen. Im aktuellen Test der Stiftung Warentest wurden Waagen mit und ohne getestet. Preislich macht es kaum einen Unterschied, ob man ein Modell mit oder ohne App kauft.

Weil ich keine unnötigen -Dienste nutzen möchte, für die man sich registrieren muss, die ausfallen können oder ggf. eingestellt werden, hätte ich mir fast einfach eine Waage ohne App gekauft. Ich hatte wenig Hoffnung, dass es alternativen zu den offiziellen Apps gibt. Zum Glück habe ich mir dann doch ein paar Minuten Zeit genommen und tatsächlich eine alternative Open Source App gefunden, die relativ viele Bluetooth-Waagen unterstützt und bei F-Droid ohne Warnhinweise zum Download angeboten wird: OpenScale

Zumindest bei der Waage, die ich mir für 20 Euro gekauft habe, funktioniert OpenScale.

Pixel Watch 2 mit eigenständiger Prepaid-eSim betreiben

„Aus Gründen“ wollten wir eine Pixel Watch 2 mit einer vom unabhängigen Sim-Karte mit eigener Telefonnummer ohne Internetzugang betreiben (also ohne MultiSim). Das ist nicht so einfach, wie man meinen mag:

  1. Offenbar kann nicht jede beliebige auf eine geladen werden. Es gibt Provider, die angeben, dass ihre eSims nicht in Smartwatches verwendet werden können (z. B. Lidl-Connect).
  2. Die Pixel Watch 2 verhindert, dass eine eSim in die Smartwatch geladen wird, die nicht für dasselbe Mobilfunknetz registriert ist, wie die Sim-Karte im zugehörigen Smartphone (d. h. wenn sich im Smartphone eine Sim-Karte im Netz von Vodafone befindet, muss auch die eSim in der Smartwatch im Netz von Vodafone funktionieren). Der Provider scheint allerdings egal zu sein.

Was bei uns funktioniert hat:

Im Smartphone befindet sich eine Prepaid-Sim-Karte von Lidl, die das Vodefone-Netz verwendet. Auf die Pixel Watch 2 haben wir eine CallYa-Prepaid-eSim von Vodefone geladen. Diese Prepaid-Karte hat für uns den Vorteil, dass sie ohne Grundgebühr genutzt werden kann. Die CallYa-eSim haben wir direkt von Vodafone bezogen, also nicht über einen Provider. U. a. vertreibt der Provider Freenet Vodafone-Prepaid-Karten. Es war uns allerdings nicht möglich, eine eSim für eine Vodafone-Prepaid-Karte von Freenet zu erhalten.

Außerdem haben wir über die Hotline von Vodafone den Internetzugang der eSim in der Smartwatch deaktivieren lassen, da wir diesen nicht benötigen. Die Smartwatch selbst scheint nicht über eine Option zu verfügen, um den Internetzugang per Mobilfunknetz zu deaktivieren.

Deutschland-Ticket-QR-Code nur in App gültig?

Eigentlich ist ein QR-Code eine ziemlich geniale Sache. Er funktioniert sowohl in Apps, als auch auf normalen Computern. Er funktioniert in PDF-Dateien, E-Mails oder Screenshots. Ebenso ist er ausdruckbar. Er funktioniert sogar als Tattoo. Außerdem kann man leicht einer Sicherungskopie anfertigen.

Nur in Göttingen soll der Code ausschließlich innerhalb einer App gültig sein: „Weil er sein Deutschlandticket ausgedruckt dabei hatte, ist ein Mann in Göttingen aus einem Bus geworfen worden. Denn das Ticket ist dort nur auf dem Smartphone nutzbar.“

Es ist schade, eine sehr gute Lösung künstlich so einzuschränken. Einerseits wird die Plattformunabhängigkeit des Deutschland-Tickets stark eingeschränkt, weil es Apps meist nur für Android und iOS gibt. Andererseits ist das Ticket nicht mehr nutzbar, wenn man sein Smartphone verliert oder wenn es defekt ist (nimmt man am besten immer zwei Geräte mit auf Reisen? 😉).